Faharradfahren kann wirklich viel Spaß machen.Bei trockenem Wetter bin ich hauptsächlich mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs. Das konnte ich mir lange so nicht vorstellen, doch je mehr man sich in Berlin auf dem Drahtesel bewegt, desto kürzer kommen einem die Distanzen vor. So bin ich je nachdem zwischen 20 und 100 Kilometer pro Woche teilweise quer durch die Stadt unterwegs. Berlin sieht aus diesem Blickwinkel auch viel schöner aus, als wenn man vorwiegend Hauptverkehrsstraßen nutzt.

Das Fahrrad ist für mich also gar keine Alternative zum Auto, sondern umgekehrt. Rad-, Bus- und Bahnfahren sind für mich genau auch in der Reihenfolge die gewöhnlichen Formen der Fortbewegung.

Mein Bonuskind (8) fragte neulich, wie es sein könne, dass ich mit dem Rad eine etwa 3,5 km lange Strecke viel schneller zurückgelegt habe als er bei der Mitfahrt im Auto. Es gibt Untersuchungen, die beweisen, dass Entfernungen von weniger als 5 km im innerstädtischen Bereich am schnellsten mit dem Rad zurückgelegt werden. Etwa die Hälfte aller in Ballungsräumen zurückgelegten Strecken sind schließlich kürzer als 5 km. Sogar 80% der Strecken sind kürzer als 10 km.

Viele werden fragen: Ist es nicht viel zu gefährlich in der Stadt mit dem Fahrrad zu fahren? Es gibt tatsächlich Straßen, die sollte man als Radfahrer besser meiden, da der Platz schon kaum für Autos ausreichend ist, und viele Autofahrer leider vor allem an ihrem eigenen Vorankommen interessiert sind. Bei vorausschauender Fahrweise ist es im Großen und Ganzen nicht viel gefährlicher als mit dem PKW in der Stadt zu fahren.

Ich bin davon überzeugt, dass wir auch bei der individuellen Mobilität aktiv einen Wandel herbeiführen können und müssen. Es ist erwiesen, dass die Menschen in Städten wie Kopenhagen, in denen es gelungen ist, den Fahrradverkehr massiv auszuweiten, viel zufriedener sind. Ich kann aus eigener, freudvoller Erfahrung sagen: Der Umstieg lohnt sich! Aus vielerlei Hinsicht: Weniger Hektik, weniger Stress, mehr frische Luft (Radfahrer atmen weniger Schadstoffe ein, als Autofahrer in den geschlossenen Kabinen), mehr Bewegung, mehr Lebensfreude.
Denn mal ehrlich, Spaß macht es doch nicht, sich jeden Tag in denselben Stau mit dem Auto zu stellen. Da hingegen ist es teilweise wirklich amüsant, mit dem Fahrrad einfach daran vorbei fahren zu können :-)

(Quelle: www.lebonbon.fr/wp-content/uploads/2015/10/villesansvoiture-simon.gif)

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